"Ein Protagonist entsteht" oder "Man weiß nie so genau, wo ein Charakter seine Wurzeln hat" Keramik by Patricia Koelle
In einer Kooperation zwischen dem Dr. Ronald Henss Verlag und der B.Z. haben Berliner Prominente Weihnachtsgeschichten aus den Büchern des Verlags gelesen. Die Lesungen gibt es als Hörbuch-CD. Sie wurde am 17. Dezember allen Exemplaren der B.Z. als kostenloses Weihnachtspräsent beigefügt.
Es haben gelesen:
Anita Kupsch: Der stille Herr Jakob (Von Sabine Ludwigs, aus Weihnachtsgeschichten Band 2) Dagmar Frederic: Gennaros Weihnachtskarte (Von Patricia Koelle, aus Der Weihnachtswind) Dieter Hallervorden: Der zweite Nikolaus (Von Manuel Hilmer, aus Weihnachtsgeschichten Band 2) Klaus Hoffmann: Der verkehrte Engel (Von Patricia Koelle, aus Der Weihnachtswind) Jochen Kowalski: Marzipankartoffeln (Von Eva Markert, aus Weihnachtsgeschichten) Brigitte Grothum: Der Weihnachtspinguin (Von Norbert Sindelek, aus Weihnachtsgeschichten) Anna Loos: Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt (Von Wiebke Dickfeld, aus Weihnachtsgeschichten Bd 2) Barbara Schöne: Ein Weihnachtself auf Abwegen (Von Irmela Nau, aus Weihnachtsgeschichten)
Die CD ist nicht im Handel erhältlich, gelegentlich jedoch als kostenlose Beigabe bei Bestellung eines Buches direkt beim Dr. Ronald Henss Verlag
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Meine Geschichte "Die Teebotin" ist enthalten in:
Tee – Ein anregender Aufguss zum Hören
O-Ton-Produktion Berlin, Francois Smesny, Januar 2007
Mit Texten von Theodor Fontane, Curt Maronde, Ewald Arenz, Ralf Kramp, Horst Hammitzsch, H.C. Andersen, Boldan Kimlensky, Iwan Kokorew, Christoph Ludewig Pfeiffern und Patricia Koelle
Tee ist das älteste und beliebteste Kulturgetränk der Welt. Schon vor etwa 5.000 Jahren schätzte man im fernen China den leicht bitteren Geschmack der grünen Blätter. Die ebenso belebende wie beruhigende Wirkung inspiriert seit vielen Jahrtausenden auch die Schriftsteller beim Schreiben ihrer Geschichten. Und natürlich schreiben sie auch über Tee. Die schönsten Texte haben wir für Sie in diesem Hörbuch zusammengetragen.
Besetzung: Ulrike Hübschmann und Matthias Scherwenikas
Leseprobe aus „Die Teebotin“:
Franziska schüttelte den Kopf. „Das meine ich nicht.“ Sie stand auf und ging suchend an den Regalen entlang, nahm eine Dose herunter, schüttelte sie und schnupperte prüfend daran. Schließlich kehrte sie mit mehreren Dosen an den Tisch zurück. Sie öffnete eine und hielt sie Maja hin. „Riechen Sie“! forderte sie. „Ist er so?“ Verblüfft steckte Maja die Nase hinein, roch Zimt und Ingwer und irgendein unbekanntes Kraut, dachte an Winter und Sturm. Sie schüttelte den Kopf. „Nein. Das ist Frido. Genauso war Frido.“ Verblüfft starrte sie Franziska an. „Aha“, sagte die und stellte die Dose auf den Tisch. „Frido also. Hmmm. Probieren Sie mal die.“ Maja schnupperte an der nächsten Dose und krauste die Nase. „Nee. So einen kenn ich nicht.“ „Tulsikraut und Brennessel“, erklärte Franziska und griff schon nach einer neuen Büchse. Maja atmete tief ein. Ein warmer Geruch, vertraut, verlässlich, voll lebenslanger Sommer. Hatte sie gedacht. „Jan“, sagte sie wehmütig. „Das ist Jan.“ „Soso. Hibiskusblüten. Rote-Beete-Stücke. Karottenflocken“, sagte Franziska nach einem Blick auf das Etikett. Sie stellte Jan neben Frido und räumte alle anderen Sorten weg. „Fehlt noch der Mann mit den Ohrenfalten… wie hieß er doch gleich?“
Zum Text: Viktorias Ehe hat sich festgefahren und steht kurz vor dem Aus. Bis sie in einer Frühlingsnacht Robin begegnet. Erst bittet er sie um Hilfe, dann stellt er für sie den ganzen Himmel auf den Kopf und plötzlich scheint alles möglich...
«In der ersten Zeit hörte sie aufmerksam zu, war voller Begeisterung, selbst wenn es um Pulsare, Quasare und Veränderliche ging und zwei Drittel des Publikums schon weggedöst war. Ihre Augen waren voller Licht, wenn sie zur Kuppel aufblickten und die Wege der Kometen oder Sternennebel verfolgten, die der Projektor so täuschend echt vorgaukelte.»
Zum Text:Die junge Journalistin Karla März soll einen Mann interviewen, der niemals Interviews gibt. Gelingt ihr dies nicht, wird sie wahrscheinlich den Job verlieren, auf den sie angewiesen ist. Doch dieser Mann weist alle Besucher mit einer ungewöhnlichen Methode ab, und das, obwohl er ein überraschend vielversprechendes Lächeln besitzt. Gut, dass es die Rumpelkammer ihrer Schwester gibt, in der man seltsame Dinge und vielleicht die Lösung zu Karlas Problem findet...
«Der war Arktisforscher, und dann hat er diese Bücher geschrieben, die die Leute verzaubert haben, bevor sie sie wieder vergaßen. Über erschreckend kurze Tage und ewige Nächte, über Nordlichter, die ihn mit ihrer Schönheit zum Heulen brachten, über großartige Begegnungen mit Eisbären, leuchtenden Algen, Eiswürmern, und dem Alleinsein mit sich selbst und seiner Angst in einer ungeheuren Weite. Er hat siebzehn verschiedene Blautöne in einem einzigen Eisberg gefunden.»